GRÜN HINTERM OHR

Print media specialist. B2B | Knit addict. Bibliophile. Wine enthusiast |
Autodidact | But in the end... Who even cares?


Simsalabim

Wieder ist ein Jahr vergangen.
Liebe Welt da draußen, fröhliche Festtage. 💫🎄✨🥂

#drinkchampagne #followyourheart #doepicshit

Große Liebe ❤️🐾🐾

Jungbeagle, liegend, stehend, laufend.
Sehr in Anspruch genommen durch das Ankommen im neuen Zuhause.

Urlaubsfreude(n)

Bücher über Bücher. Trendthemen in altmodischer Form — nämlich zu Papier gebracht. Es gibt allerhand zu reflektieren, immer etwas, über das sich nachdenken lässt. Sachbuch, Fachbuch, Jugendbuch, Belletristik — Lesen eröffnet Themen, es ist weitaus mehr als pure Information und Unterhaltung.
Es eröffnet auch neue Welten und lässt einen andere Lebensentwürfe entdecken.

Lesen verändert.

Weihnachtszeit ist Urlaubszeit ist Lesezeit. Ein großes Vergnügen.

Der Dezember und seine Kalender

Herrlich 😅! Ich freue mich auf 24 Tage Weinprobe 🍷 und fast noch mehr auf heitere Texte 👏.

Was ich diese Woche las (KW 47/18)

Und was mir gefallen hat.

„Lasst uns lesen, lasst uns tanzen; das sind zwei Vergnügen, die niemals einen Schaden anzurichten imstande sind.“ (Voltaire, Philosophisches Taschenwörterbuch, 1764)

In diesem privaten Blog finden in der Kategorie „Lesen“ bekanntlich nur die mich persönlich nachhaltig beeindruckendsten Bücher einen Platz. Es ist rein privates Vergnügen. Die Quintessenz meines großen Lesejournals. Verbunden mit dem stillen Wunsch, dem jeweiligen Autor für sein Werk vielleicht einen weiteren Leser bescheren zu können.

Nun gibt es auch im Rauschen der digitalen Informationsflut, in meinen Feeds und Timelines, in den kommerziellen Sites und unabhängigen Blogs gelegentlich das ein oder andere sich zu lesen lohnende Kleinod. Diese Woche war die Dichte der anregenden Beiträge ungewöhnlich hoch:

Ein bisschen Ironie schadet nie, und wenn es nicht so traurig wäre, dass sich manche Tage exakt so anfühlen, könnte man herzlich darüber lachen. Dennoch, an solchen Tagen kommt man nicht umhin sich zu fragen, was mit dem „gesunden Menschenverstand“ passiert ist. Vernunft, Intuition und eine „Ethik des Genug“ sind wieder gefragt.

Wünsche ein fantasiereiches Wochenende.

Herrschaftszeiten!

Was sagt man dazu.


(Bildquelle: Pinterest)

Ich möchte ein Zitat von David Riesman anführen, der 1958 feststellte:
„We are a generation, prepared for Paradise Lost, who do not know what to do with Paradise Found.“

Das gute Leben 1908 und 2018


110 Jahre liegen zwischen den Inhalten dieser beiden Bücher. Das eine 1908 geschaffen in dem Wunsch, ein besserer Mensch zu werden. Das andere, 2018 erschienen, möchte sich verstanden wissen als der rechte Pfad zwischen Ordnung und Chaos.

Tolstoi schreibt 1908:
„[…] Ich würde mir wünschen, dass der Leser bei der täglichen Lektüre dieses Buches das gleiche wohltuende, erhebende Gefühl empfindet, das ich bei seiner Zusammenstellung empfand und noch jetzt beim täglichen Nachlesen und bei der Arbeit an der Verbesserung der zweiten Auflage empfinde.“

In Petersons Vorwort heißt es 2018:
„Meine Agentin schlug mir eine Art Ratgeber vor, über das, was der Mensch für ein ‚gutes Leben‘ wissen muss – was immer das auch hieß.
[…]

„Das Dasein ist komplizierter, als ein Einzelner je ermessen kann, und ich weiß längst nicht alles. Ich liefere aber immer das Beste, das ich habe.
Daraus ist schließlich dieses Buch geworden. […]“

Beiden Büchern ist gemein, dass sie sich mit Ordnungsstrukturen befassen, die wir uns und dem Leben geben. Der Unterschied ist:
Peterson will beeindrucken. Tolstoi wollte sich ausdrücken.

Peterson trägt mit seinen Essays „dem Hungern jedes Einzelnen nach dem Heroismus des wahren Daseins“ Rechnung. Tolstoi wünschte den Lesern seiner Zusammenstellung „eine leicht fassliche Lektüre für alle Tage, die geeignet ist, nur die besten Gedanken und Gefühle zu erwecken.“

„12 Rules for Life“ wird den nächsten Wochen zweifelsohne ein großer Medienrummel beschert sein, und das Buch wird viele begeistern. Hier findet es nach dem Studieren des Vorworts ungelesen seinen Platz in der Privatbibliothek.

„Für alle Tage“, Tolstois zeitloses Werk und in der C.H. Beck-Ausgabe zugleich ein optischer und haptischer Blickfang, hat hier seinen ganz besonderen und exponierten Platz bekommen. Möge es unsere Freunde, Besucher und Gäste stets einladen darin zu blättern und den ein oder anderen anregenden Gedanken für sich mitzunehmen.